Brotterode

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Brotterode liegt in einem breiten Talkessel am Südwesthang des Großen Inselsberges. Den geologischen Untergrund bilden verwitterungsfreundliche Gneise. Das ist die Ursache der flachwelligen Landschaft mit breiten Tälern und schildförmigen Bergen. Der Inselsberg, der die Landschaft steil überragt besteht aus einem härteren vulkanischen Gestein, einem Quarzporphyr der Oberhof-Formation. Es ist der freigelegte Rumpf eines Vulkans der an einer Störung (Inselsberg-Störung) empordrang.

 

Körnelgneis

Die Entwicklung des Ortes steht in engem Zusammenhang mit dem Bergbau. Mindestens seit dem 11. Jahrhundert wurde um Brotterode Eisen aus Quarz-Hämatit-Gängen gewonnen und verarbeitet. Das bedeutendste Abbaugebiet war der Gangzug am Gehege. Hier zeugen noch heute Hunderte alter Pingen vom Bergbau. Das Erz wurde aber später auch aus anderen Lagerstätten bezogen. Der Bergbau ging schon in der Mitte des 17. Jahrhunderts deutlich zurück, aber die Eisenverarbeitung florierte. 1922 wurde der Eisenbergbau eingestellt und nur zwischen 1945 und 1964 nochmals reaktiviert.

Heute ist Brotterode vor allem ein beliebtes Wander- und Wintersportgebiet. Die moderne Schanzenanlage am Seimberg ist der Austragungsort des für das B-Cup Springen. Der Inselsberg ist das bekannteste und beliebteste Ausflugsziel im Thüringer Wald. Bei guter Fernsicht kan man von hier die Höhen des über 100 km entfernten Harz sehen.

 

Brotteröder Gesteine

Typische Gesteine sind der Körnelgneis, ein „Entmischungsgestein“ (Migmatit) das bei der Metamorphose teilweise aufgeschmolzen wurde und der Brotteröder Diorit, ein Granit-ähnliches Gestein das an der Laudenbachswand ein-drucksvolle Felsen mit „Wollsackverwitterung“ ausbildet. Ebenso typisch sind Ganggesteine, darunter der Einsprenglingsarme „Felsit-porphyr“ (Wanderstein) und der Melaphyr, ein basaltisches Gestein das z.B. an der Hohen Scharte Felsen bildet.

Magmatische Gänge durchschlagen die Granite und die metamorphen Schiefer und Gneise. Die Ganggesteine sind härter und verwitterungsbeständiger als die sie umgebenden Gesteine und bilden zahlreiche Felsen, z.B. den Wanderstein der wie eine Mauer aus dem Untergrund ragt.

 

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