Tabarz

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Backofenlöcher im Lauchagrund

Die Gemeinde Tabarz ging aus den vier selbständigen Ort-schaften Kleintabarz, Großtabarz, Cabarz und Nonnenberg her-vor. Die Siedlungsgeschichte der Region reicht weit in die früh-geschichtliche Zeit zurück. Ein Zeugnis dafür sind die Reste einer keltischen Wallburg unmittelbar am Torstein. Der Platz nahe dem ungewöhnlichen Felsen wurde von den Kelten wohl nicht nur aus strategischen Gründen gewählt, er hatte vermutlich auch eine religiöse Bedeutung.

 

Rotliegendflora

Ungleich bedeutender war und ist die Gewinnung von Werk- und Bruchsteinen. Im heutigen geologischen Naturdenkmal „Platten-bruch am Hübel“ wurden einst Sandsteine des Rotliegenden gewonnen. Diese „Waldplatten“ waren ein typisches Baumaterial im Thüringer Wald. Im Steinbruch „Fritz Neuland“ bei Cabarz wird seit 1870 ein sehr hartes Ganggestein, das sogenannte „Leuchtenburg-Gestein“ gewonnen und zu Edelsplitt verarbeitet. Durch den Abbau entstandenen große Aufschlüsse im Neben-gestein. Heute ist der Bruch eine Fossilfundstelle von internationaler Bedeutung. Regelmäßig finden hier durch wissenschaftliche Institutionen Grabungen und Forschungen statt.

 

Arno-Wiemann-Weg

Zur reichen natürlichen Ausstattung von Tabarz zählen auch die zahlreichen Quellen. Maßgeblich durch das Wirken des Berliner Unternehmers Carl Spindler (1841 – 1902) entwickelte sich Tabarz ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Kurort und schon um 1900 gab es hier 3 Badeanstalten. Heute ist Tabarz ein staatlich anerkannter Kneipp-Kurort.

 

 

Typische Gesteine sind die Vulkanite der Ilmenau-Formation die dem Lauchagrund seinen wild-romantischen Charakter verleihen und interessante Felsen und Erosionsformen bilden wie den Roten Turm, den Torstein und die Backofenlöcher. Der Vulkanismus ist bimodal, das heisst es treten in engem räumlich-zeitlichen Verbund sowohl betont basische als auch betont saure Vulkanite auf. Zu den sauren, SiO2-reichen Vulkangesteinen gehört der Torstein-Rhyolith, ein sehr hartes und dichtes Gestein das nur sehr kleine Einsprenglinge aufweist. Ein sehr attraktiver Vertreter der SiO2-armen (basischen) Vulkanite ist der Mandelstein mit seinem typischem Blasengefüge.

 

Lutherbrunnen

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